Gottesdienst zur Fasnetzeit

Der Gottesdienst zur Fasnetszeit am Fasnetssonntag in der Stiftskirche in Bad Buchau ist seit vielen Jahren ein Höhepunkt im Kirchenjahr und an der Fasnet.

Festlich der Einzug von Moorochsenfahne, Zunftrat, Bürgermeister und den Masken der Zunft sowie von Pfarrer Martin Dörflinger mit seinen Ministranten als Moorochsen und Weller. Die Stadtkapelle spielte hierzu „Highland Cathedral“. Auch ein „Guata Morga mitanander“ zur Begrüßung vom Pfarrer gibt es nicht jeden Sonntag. „Jeder Mensch ist ein Clown, aber nur wenige haben den Mut es zu zeigen“ dieses Sprichwort von Charlie Rivel passte gut zum Thema des Gottesdienstes „Die Weisheit eines Clowns“.

Zum Kyrie wurden von den Narren die Masken abgelegt und der Gottesdienst konnte beginnen. Nach der Lesung gab es ein Halleluja auf schwäbisch gesungen vom katholischen Jugendchor und begleitet von Pfarrer Dörflinger auf der Gitarre. „Mir danket dir für d’Fasnetszeit, wo’s Narrasprüng und Krapfa geit und d’Narramess mit Musik in dr’Stiftskirch – Halleluja….“ sang der Jugendchor.

Mit Spannung wurde die gereimte und mit Gitarre begleitete Predigt von Pfarrer Martin Dörflinger erwartet. Als echten „Klopfer“ sieht er die Datenschutzgrundverordnung, welche die Vereine um jedes Bild bringe und der Kirche keine Krankenbesuche mehr ermögliche. Weltpolitisch ging er in seiner gesungenen Predigt auf Präsident Trump und die Mauer zu Mexiko ein, bevor er es als kleines Wunder sieht, dass in seinem Christbaum schon zum zweiten Mal ein Vogelnest war. Die Gläubigen sangen gemeinsam den Refrain: „In echt isch es grad umkehrtrum! Die Wahrheit isch a Unikum! So stoht’s im Evangelium, des bleibt unser Kriterium!“

Die Fürbitten sprachen Mitglieder der Moorochsenzunft und die Gemeinde antwortete mit einem „Es denkt dr‘ Narr it bloß an sich, erhör uns Herr wir bitten dich.“ Zur Kommunion spielte wieder die Stadtkapelle unter der Leitung von Sabine Götze und stimmte „You rise me up“ und „Halleluja“ an.

Gegen Ende sprach Karl-Josef Schneck noch Gedanken zum heutigen Thema. „Wenn wir Narren auch nach der Fasnet Humor bewahren, dann ist die Fasnet nur ein Vorgeschmack auf unser ganzes Leben“, so Schneck.

Zunftmeister Uwe Vogelgesang bedankte sich bei allen, die zum Gelingen des Gottesdiensts beigetragen haben. Zum Schluss stimmte die Stadtkapelle das Moorochsenlied an. Das gibt’s in der Stiftskirche nur an der Fasnet und die Gottesdienstbesucher schunkeln und klatschen alle lautstark mit.

Text von der SZ.

2019-03-10T17:33:44+00:00