Auf den Spuren von Sebastian Kneipp | Stiftschorausflug führte ins bayrische Allgäu

Mit einem Morgengebet und dem Reisesegen von Chorpräses Pfarrer Martin Dörflinger wurden die Teilnehmer am Jahresausflug des Stiftschors auf die Fahrt ins bayrische Allgäu eingestimmt. Chorvorsitzende Marianne Preißing und Chorleiterin Renate Bechtle zeigten sich bei der Begrüßung über die große Teilnehmerzahl erfreut und hofften auf gutes Reisewetter und ein gutes Gelingen des Ausflugsprogramms. Schon bald nach Erreichen der A 96 Richtung München wurde auf einem Rastplatz ein erster Halt für eine Kaffeepause eingelegt. Planmäßig war auch bald das erste Reiseziel in Kaufbeuren-Neugablonz zum Besuch der Gablonzer Schmuckindustrie erreicht. Zur Einführung gab es interessante Informationen über den Industriezweig, dessen Zentrum bis 1945 in Gablonz an der Neißel im heutigen tschechischen Jablonec lag und nach dem Zweiten Weltkrieg von vielen Sudetendeutschen aus Gablonz im Kaufbeurer Stadtteil Neugablonz wieder auflebte. Beeindruckt von der Vielfalt und Schönheit derDie in vielen Ausstellungs-Vitrinen präsentierten Produktezeigten auf, wie in frier Kombination von Glas, Metall und Kunststoff Schmückendes und Modisches in nahezu unendlichen Variationen entstehen kann. Beeindruckt von der Vielfalt und Schönheit der Schmuckstück fand so manches Exemplar als Reisesouvenir eine glückliche Besitzerin. Auf der Weiterfahrt nach Bad Wörishofen wurde das ehemalige Benediktinerkloster Irsee angesteuert, wo im historischen Klosterbrau-Gasthof das Mittagessen eingenommen wurde. Anschließend gastierte der Stiftschor zum traditionellen Ausflugssingen, mit Gitarrenspiel von Pfarrer Dörflinger begleitet, in der Klosterkirche. Sie zählt heute mit der berühmten Schiffskanzel zu den schönsten Barockkirchen weit und breit. Nach dem obligatorischen Gruppenfoto vor dem Klosterportal wurde nach wenigen Kilometern Fahrstrecke der Kneipp-Kurort Bad Wörishofen erreicht. Bei einer Stadtführung begab man sich auf die Spuren des als Naturheilkundler und „Wasserdoktors“ bekannt gewordenen katholischen Priesters Sebastian Kneipp. In seinem Heilverfahren benennt Pfarrer Kneipp: Die Heilkraft des Wassers in unterschiedlicher Anwendung, die Kräuter und ihre medizinische Wirkung, die gesunde Ernährung, die Bewegung und die Ordnung, die Ausgeglichenheit der Seele. Vorbei am Kurhaus, dem Denkmalplatz mit der Statue Kneipps und dem Sebastianeum, der von Kneipp gegründete Krankenanstalt und heutigen Kneipp-Kurklinik,. führte der Rundgang bis zur barockisierten Stadtkirche St. Justina, wo Kneipp als Pfarrer wirkte und in einem Deckenfresko dargestellt ist. Im benachbarten Dominikanerinnenkloster, dem Kneipp als Beichtvater zugeordnet war, wurde die Klosterkirche besichtigt. Sie ist ein barocker Saalbau Den Stuck an der Decke und an den Wänden schuf der berühmte Architekt und Stuckateur Dominikus Zimmermann. Die angebaute Marienkapelle enthält eine Schwarze Madonna in spätgotischem Stil, von der es heißt, sie sei eine Kopie des Gnadenbildes im Kloster Einsiedeln. Nach der kurzweiligen Stadtführung mit Information über das Leben und Wirken von Sebastian Kneipp und die Entwicklung von Wörishofen zum bekannten Kurort und Heilbad gab es je nach Interesse Gelegenheit zum Besuch des Kurparks oder zum Bummel durch die Kurpromenade. Gerade rechtzeitig vor einem aufgezogenen Gewitterregen erreichten die meisten Stadtbummler noch trockenen Fußes den Busbahnhof, wo man sich unter einem schützenden Dach zur Abfahrt versammelte. Auch ein Verkehrsstau auf der Autobahn konnte die gute Ausflugsstimmung nicht trüben, da man mit Pfarrer Dörflinger und Sängerfreund Rüdiger Klan zwei Musikanten an Bord hatte, die zum Mitsingen bekannter Lieder einluden. Zur Unterwegseinkehr im Gasthaus Löwen in Aitrach wurde die Heimfahrt unterbrochen, wo das Ausflugsprogramm in geselliger Runde sein Ende fand, bevor die Chorgemeinschaft dankbar für einen erlebnisreichen Ausflugstag und eine angenehme, sichere Busfahrt wieder in Bad Buchau ankam.

2019-07-15T09:23:45+00:00