St. Blasius in Alleshausen

Ein ländliches Kleinod

Die Kapelle stammt aus dem Jahr 1486, wobei der Turm erst etwa 25 Jahre später errichtet worden ist. Im 18. Jahrhundert wurde die Kapelle dem barocken Zeitgeschmack angepasst. Die aus dem 15. und 16. Jahrhundert stammende Skulpturenausstattung beließ man dabei in der Kapelle. Um 1720 erhielt die Kapelle einen neuen Altar mit einem Bild von Johann Martin Weller aus Ehingen. Die Kapelle besitzt noch einen reichen Skulpturenschmuck aus spätgotischer Zeit, der von hoher künstlerischer Qualität ist. Die beiden Altarskulpturen entstanden um 1500, vermutlich in der Werkstatt des berühmten Ulmer Bildhauers Michel Erhart. Sie zeigen den hl. Papst Urban sowie den hl. Blasius, den Kapellenpatron. Ebenfalls aus der Ulmer Schule stammen die gegen Ende des 15. Jahrhunderts entstandene Muttergottes mit Kind und ein Kruzifix. Auch ein bemerkenswertes Relief der Beweinung Christi stammt aus der Zeit um 1480 und wird der Ulmer Werkstatt des Michel Zeynsler zugeschrieben. Die auf etwa 1520 datierte Pietà wird Hans von Rueland aus Wangen zugeschrieben, einem Schüler des bedeutenden Ulmer Bildhauers Hans Multscher.

(Eine ausführliche Beschreibung dieses Gotteshauses finden Sie im Kirchenführer über die vier Kirchen der Pfarrgemeinde Seekirch, der dort jeweils ausliegt und gegen eine geringe Schutzgebühr erworben werden kann.)

Auf dem Kirchturm in Alleshausen nistet jedes Jahr ein Storchenpaar

Spätgotisches Relief „Die Beweinung Christi“ (um 1480, vermutlich Michel Zeynsler, Ulm)