„Kirche am Ort – Kirche an vielen Orten gestalten“

Der diözesane Entwicklungsprozess in unserer Seelsorgeeinheit

Was hat es mit diesem diözesanen Entwicklungsprozess auf sich? In den Gottesdiensten am 12./13. März haben wir in allen unseren Gottesdiensten der Seelsorgeeinheit die Ergebnisse der Klausurtagung unserer Kirchengemeinderatsgremien von diesem selben Wochenende präsentiert. Es hat sich jedoch gezeigt, dass das Grundanliegen dieses Prozesses nicht überall verstanden wurde.

In unserer Diözese ist die Überzeugung gewachsen, dass wir die Gemeindepastoral stärker gestalten müssen. Die Veränderungen der Kirche in unserer Zeit, die neuen Herausforderungen, die schwindende Zahl von praktizierenden Christen, die Sorge über die Sicherung des pastoralen Personals in der Zukunft usw. machen es notwendig, dass jede Gemeinde bewusste Entscheidungen für die Prioritäten im pastoralen Handeln setzt.

In den vergangenen Jahren wurden oft bischöfliche Verlautbarungen dazu herausgegeben, aber es gab keine Handhabung für die Diözesanleitung, deren Umsetzung zu garantieren. Daher wurde im Laufe des letzten Jahres jedes Pastoralteam in der Diözese zu einer Tagung eingeladen, in der dieser Prozess vorgestellt wurde (wir von der SE Federsee waren im Januar 2015 in Untermarchtal). In dieser Legislaturperiode des Kirchengemeinderates (2015 bis 2020) ist überall dieser Prozess durchzuführen. Es geht darum, dass wir erst einmal wahrnehmen, wie es denn mit dem Auftrag des Evangeliums in unseren eigenen Gemeinden steht: im caritativen Bereich oder in der Sakramentenkatechese, im Religionsunterricht und in der Schul-Seelsorge, im Bereich der Besuchsdienste, im Bereich der Flüchtlingsarbeit, der Jugendarbeit, der Familien- oder der Seniorenarbeit usw. Haben wir überhaupt alle Menschen im Blick? Dann wird es darum gehen, die Dinge besser zu vernetzen.

Schließlich sollen auch Entscheidungen fallen, was wir in Zukunft lassen wollen (denn nur mehr zu tun, geht ja nicht), und vor allem, worauf wir in jeder Gemeinde in Zukunft besonderen Wert legen. Wenn wir uns z.B. für eine gute Jugendarbeit entscheiden, dann brauchen wir dafür auch Kräfte, Personal, Fachkenntnis, usw.. Im Optimalfall kann das auch strukturell gesichert werden, mit bestimmten Gruppen oder auch mit einer Veränderung der vorhandenen Berufsgruppen im Pastoralteam, dass nämlich für die betreffende Entscheidung auch spezialisiertes Personal eingestellt wird. Das ist der Sinn dieses Prozesses. Und die eingeschlagene Richtung soll natürlich auch nachhaltig sein, d.h. auf viele Jahre hinaus Gültigkeit haben. Und vor allem ist das nicht nur Sache unserer Gremien, sondern es ist unser aller Anliegen. Danke!

Die vielen Entwicklungen und gesellschaftlichen Veränderungen der letzten Jahre und Jahrzehnte erfordern auch von den Seelsorgeeinheiten immer wieder Neuausrichtungen ihrer Ressourcen und Schwerpunkte